Zäsur

Alle älteren Texte dieses Blogs stammen aus den Jahren 2016 und 2017. Sie wurden mit neuen Bildern versehen und unredigiert übernommen.

Anfang Mai 2020 entstand die Webpräsenz intrasonanz.de, die über das informiert, was im Apocaluther zwischen den Zeilen steckt.

Bitte lesen Sie dazu auch den Text von Heinz Markert über Apocaluther.

„Für Liebe und Anerkennung sind Menschen bereit, alles zu tun.“

Was machen Sie, wenn zu Ihnen jemand „Namaste“ sagt?

Martin Luther: Das Namaste der Hindus heißt „Der Gott in mir grüßt den Gott in dir“. Das ist doch sehr schön und bringt die Verbundenheit mit Gott auf den Punkt! Ich bin okay, du bist okay. Ich bin so, du bist anders, beide sind wir prima. Davon singen die Kinder auch in Apocaluther im Apocalypso – und das schleudern sie auch den Masken der Mächtigen der Welt aller Zeiten entgegen: „Bin ich bescheuert, bist du noch klar, wir sind doch beide ganz wunderbar!“

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„Sich ständig der Konsequenzen des eigenen Handelns bewusst zu sein, ist natürlich anstrengend. „

Was halten Sie von dem Sprichwort: Der Mensch denkt, Gott lenkt?

Martin Luther: Das reimt sich ganz hübsch, mehr nicht. Der Mensch handelt verbunden oder nicht verbunden mit Gott. In jedem Fall hat er selbst die Konsequenzen seines Handelns zu tragen. Er kann sie NICHT an eine höhere oder niedrigere Instanz abgeben. Sich ständig der Konsequenzen des eigenen Handelns bewusst zu sein, ist natürlich anstrengend. Das Konzept eines Gottes, der alles lenkt, ist dagegen sehr bequem.

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„Den Begriff gottgewollt muss ich mir dringend abgewöhnen.“

Zum Reformationsjubiläum gibt es Kerzen mit Ihrem Bild. Was halten Sie davon?
Martin Luther: Devotionalien. Heiligenkult. Man hat mich zum Helden gemacht. Zu einem „deutschen Helden“. Das sagt viel mehr über die Menschen aus, die das tun, als über mich. Ich war und bin weder Held noch Heiliger. Meine Person scheint wichtiger zu sein als meine Botschaft. Schade, dass das hierzulande immer noch so ist.

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Schwarze-Löcher-Spiel

Maske II: Wer im Dunkeln ist, soll da bleiben. Was Hell ist, bestimmen wir.
Grau ist hell genug.

Du hast keine schwarzen Kisten?
Du hast schwarze Löcher und wärest froh,
schwarze Kisten zu haben, denn die könntest Du öffnen?
In Deinen schwarzen Löchern verschwindet alles, was Du in Dich saugst an Geld und Macht und Einfluss und Ruhm und Süchten aller Art,
denn es reicht nie,
und andere meiden Deine Gegenwart?
Oder sind Deine schwarzen Löcher solche, in denen Aufopferung und Selbstlosigkeit und Dasein für andere verschwinden,
die nie für Dich da sind?
Wie sollen andere auch da sein, wenn Du nicht zu Hause bist in Dir,
immer auf der Flucht vor Deinen schwarzen Löchern
oder selbst darin verschwunden,
hin und her?

Was für eine Kraftanstrengung.

Du physikalisches Wunder,
dass Du in Deinen schwarzen Löchern
verschwinden und wieder daraus auftauchen kannst.
Ja, das kannst Du, lange hast Du das geübt.
Manchen wird sogar die Fähigkeit vererbt,
zwischen schwarzen Löchern hin und her zu wechseln
und dabei auch noch zu lächeln und danke zu sagen.
Innerlich verkrümmt, weh.
Das bist Du, der das tut.

Als Du klein warst, tatest Du all das,
weil man es Dir vormachte,
und weil Du liebst,
so abgrundtief wie Deine Löcher.

Du perfektioniertest Dein Schwarze-Löcher-Spiel,
das Spiel des Lebens heißt, weil viele das spielen
und ein freundliches Gesicht dabei machen,
in all diesem Schmerz.
Dabei ist es ein Spiel der Angst, der Ohnmacht und des Todes.

Steig aus.

Nur Du selbst kannst aussteigen aus Deinem Spiel,
aus der Angst, was passiert, wenn Du erkennst,
dass dieses Spiel nichts mit Liebe,
sondern mit Angst zu tun hat und mit Furcht.
In der Liebe ist keine Furcht.
Nur Furcht, sie zu verlieren, die Liebe.

Fülle Dich auf mit Gottes frei verfügbarer, bedingungsloser Liebe.
Und Deine Löcher werden von innen heraus heilen,
bis Frieden in Deinem Herzen ist.
Das, was Du suchst in Deinen Süchten
und wonach Du Dich sehnst.

6. Oktober 2016

Fürchte Dich nicht

Theodizee: (denkt einen Moment nach) Wahrscheinlich hat Gott gedacht, die Menschen würden verstehen, was er meint, wenn da so ein kleines Kind auf die Welt kommt. Ja. Er hat vielleicht gedacht, (langsamer, nachdenklich) die Menschen würden Gott ALS KIND besser verstehen. Pustekuchen. Erst wollten sie das Kind umbringen. Das haben sie nicht geschafft. Jesus überlebte. Er wurde groß und war so stark mit seiner ganzen Liebe, Gnade und Weisheit, das haben die Mächtigen der Welt nicht ausgehalten! Also wurde er schließlich doch umgebracht. Ich glaube, den Mächtigen hat vor allem ein bestimmter Satz Angst gemacht, den Jesus gesagt hat. Und dieser Satz ist noch viel älter als Jesus! Der Satz ist aus dem Alten Testament.
Theodor: Wenn zwei dasselbe denken, dürfen sie sich was wünschen.
Theodizee: Der Satz heißt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Theodor: Bingo! Das hat Jesus verstanden und gelebt.
Theodizee: Und wenn alle Menschen das wirklich tun würden, dann wären die paradiesischen Zustände wieder da!

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Friedenslichtig beginnen

Theodizee: Sagen Sie bloß, Sie wollen noch mehr Thesen verbreiten.
Luther: Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt.5 Erraten, meine Liebe, ich hab damals nämlich fünf Thesen vergessen.
Theodor: Vergessen??!
Luther: Ja! Oder sagen wir so: Vielleicht hab ich mich damals noch nicht so ganz getraut, die fehlenden fünf auch noch zu schreiben.
Theodizee: Naja, also Sie und nicht getraut … da muss ich mal lachen. Haha.

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Was Du mitbrachtest

Luther: Ich wollte mit Kindern sprechen, die erkannt haben, dass …
Maske I: (unterbricht wieder, spricht sehr deutlich) Kinder erkennen nichts. Kindern muss man erstmal erklären, wie die Welt funktioniert, bevor überhaupt daran zu denken ist, sie in den Lauf der Dinge einzugliedern.
Luther: In den Lauf der Dinge?

Maske II: In die herrschende Ordnung. Die Ordnung, die seit immer besteht. Die Ordnung zwischen Oben und Unten, Hell und Dunkel, Gut und Böse, Arm und Reich.

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Hinter Deinen Mauern

Chorkind: Kinder sehen sowieso immer, was mit den großen Leuten los ist.

Chorkind: Darum benehmen wir uns ja auch manchmal so schrecklich. Wir wollen die Großen dann auf das aufmerksam machen, was mit ihnen los ist.

Chorkind: Aber die Großen denken dann, mit UNS wäre was nicht richtig. Irgendwann stimmt das dann auch. Nämlich dann, wenn wir Kleinen groß sind. Wenn sich der Kummer wie Zement um die Herzen gelegt hat, weil man nicht verstanden wurde. Weil man nicht geliebt wurde, wie man ist.

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Liebe, die ist und war und bleibt

Theodor: Sie haben also herausgefunden, dass Gott in Jesus Christus denjenigen geschickt hat, der den Menschen die Verbindung zu Gott wiederbringt. Als eine Gabe. Einfach so. Als Erinnerung, als einen reminder, wie man heute sagt.
Luther: Ja, weil bedingungslose Liebe, weil Gott einfach da ist. Hier. Greif mal in die Luft. Da ist alles voller bedingungsloser Liebe. Ohne Not, ohne Kummer.
Theodizee: Die meisten Menschen würden sagen, dass da Luft ist.
Luther: Und wo hört die auf, die Luft?

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