Urleid beenden

Lockdown hier, Vorschriften dort. Ein Ende der Coronakrise ist nicht abzusehen. Doch all dies birgt auch eine große Chance: Dass die Menschen in ihrem Leben zurückfinden in ihr Bewusstsein für die bedingungslose Geliebtheit durch das, was ist. Denn dies brächte eine innere Ganzheit mit sich, die die Welt und jede Kreatur gut brauchen kann. Anmerkungen zu einer komplexen Angelegenheit und einem idealen Zeitfenster.

Von Geburt an belastet

Unvermeidbar scheint die innere Beschädigung, mit der Menschen bereits auf die Welt kommen, weil sie Traumata und andere Belastungen erben (u. a. „Erbsünde“ genannt). Genau dies führt im Verlauf ihres Lebens dazu, dass sie aufgrund dessen, was ihnen passiert, immer weitere innere, energetische Beschädigungen erhalten. Persönlich und gesellschaftlich kann sich daraus unendliches Leid entwickeln.   

Damit leben müssen?

Zahlreiche religiöse Überzeugungen besagen, dass Menschen mit diesen Belastungen leben müssten, dass dies sogar „Strafen“ seien und dass sie erst nach ihrem Tod und auch nur dann eventuell ihren Frieden finden bzw. ganz werden oder sogar ggf. noch mal geboren werden müssten, um es dann „besser“ zu machen. Dabei könnte spätestens seit 2.000 Jahren klar sein, dass es Geburtsrecht aller Kreatur ist, heil und ganz zu sein bzw. dies im Leben und durchs Leben wieder zu werden.

Geliebtheit ist da

Denn alles, was ist, ist von der Vertikalen her gesehen bedingungslos geliebt. Diese Vertikale ist Gott, das Universum, der Kosmos. Es ist völlig egal, wie man es nennt, weil es an der Liebe nichts ändert. Diese bedingungslose Liebe ist einfach da, ohne dass man für diese etwas tun oder etwas Besonderes sein müsste.

Ganz werden!

Man kann diese Liebe je nach Weltbild auch Kraft oder Energie nennen. Der Begriff „Macht“ passt nicht, da dieser zur zerstörenden Macht-Ohnmacht-Welt gehört. Nur „Liebe“ zu sagen, führt in die Irre, weil Menschen dann meinen, es handle sich um die Liebe, die sie hier auf Erden kennengelernt haben und um die sie seit Kindesbeinen so verzweifelt kämpfen. Der Schweizer Psychoanalytiker Arno Gruen nutzt in seinen lesenswerten Darlegungen das Wort „Liebe“, meint jedoch „bedingungslose Liebe“, und um genau die handelt es sich. Denn diese Liebe macht ganz.

Getrenntheit

Alle Kreatur ist verbunden mit dieser Kraft, dieser Liebe – so sie sich dessen bewusst ist. Doch genau das ist meist nicht der Fall bzw. wird es aberzogen, vergessen gemacht. Oft ohne Absicht, weil Menschen einfach nicht (mehr) wissen und es so ja auch nicht erleben, dass es anders ist. Das ist sehr schade, denn das so entstehende Gefühl der Getrenntheit schafft und erhält seit Urzeiten das kollektive, namenlose Verlust- und Verlorenheitsgefühl, die Ursache menschlichen Leids.

Fraktales Sein

Nun leben wir schon seit Monaten mit Corona bzw. SARS-COV II. Durch Lockdown und andere Distanz-Vorschriften wirft dieses Virus auf etwas zurück, von dem sich Menschen im „normalen Zustand der Welt“ von früh bis spät so gerne ablenken: Das eigene fraktale Sein, die innere Zerstörtheit. Kunst kann all dies berühren, und Menschen suchen diese Berührungen auch. Doch selbst die Kunst hat es schwer in diesen Zeiten. 

Leben in Angenommenheit

Dass António Guterres zu Anfang der Coronakrise dazu aufrief, die Kriege zu beenden, war verheißungsvoll. Denn alle Kriege werden seit Menschengedenken nur geführt, weil einer dem anderen etwas nicht gönnt. Vereinfacht gesagt ist das, was einem missgönnt wird, ein schönes, freies Leben in Verbunden- und Angenommenheit, in Ganzheit – das der/die andere vermeintlich hat oder erreichen könnte. Ich empfinde es als grotesk, die Ausbreitung von Corona verhindern zu wollen, aber gleichzeitig Kriege zu führen, zu finanzieren, zu ignorieren oder Krieg und Gewalt allgemein weiter zu befeuern.

Fast unmöglich?

In Apocaluther heißt es: „Es ist unangenehm, darüber nachzudenken, dass die Menschen das Grauen auf der Erde selbst produzieren. Sie wollen es nicht und tun es doch. Überall, jeden Tag. Je mehr Liebe ihnen fehlt, wenn sie klein sind, desto grausamer ODER desto duldsamer werden sie, wenn sie älter werden. Eure Psychologen haben das schon erkannt. Das zu heilen, wenn die Menschen groß sind, ist fast unmöglich.“

Jede*r kann das

Fast unmöglich – das „fast“ ist wichtig. Denn es ist sehr wohl möglich, das zu heilen und nach und nach so auch das Urleid in Frieden zu bringen. Möglich wird das durch die bewusste Anwendung der bedingungslosen Liebe: Belastung raus, bedingungslose Liebe rein. Jeder kann das für sich und für andere tun, und was da wirkt, ist Intrasonanz.   

Unverbietbar

Intrasonanz ist ein Begriff, der unabhängig von Weltanschauungen subsummiert, um was es geht: Bewusstsein dafür, dass alle Kreatur bedingungslos geliebt ist, darum das Geburtsrecht hat, heil und ganz zu sein – und dass einem niemand verbieten kann, ganz zu werden, also: Intrasonanz zu nutzen. Rund um die Uhr.

Intrasonanz macht ganz

Immer dann, wenn es nötig ist, wenn man also z. B. innere energetische Wunden, Beulen oder Löcher spürt, kann man die Ursachen im Bewusstsein der bedingungslosen Geliebtheit in Frieden bringen. Denn Intrasonanz macht ganz. Sind wir uns ihrer bewusst, geht das kontinuierlich und einfach so. Das Geschwister der Intrasonanz, die Resonanz, nutzen wir schließlich auch einfach so.

Notwendige Evolution

Intrasonant zu leben, ist Aufrichtung in, Verbindung mit und Hineinnahme des Unendlichen, Transzendenten – m. E. die Basis der weiteren, dringend notwendigen biologischen und kulturellen Evolution. Denn wir stecken gesellschaftlich, ökologisch, politisch und technisch in Herausforderungen, wie es sie, abgesehen von den seit Ewigkeiten währenden Menschenrechtsverletzungen unvorstellbaren Ausmaßes, in der Geschichte bislang nie gegeben hat.

Resilienter werden

Ganz werdende Menschen können mit all den genannten und weiteren Herausforderungen besser umgehen. Die inneren Löcher, Basis unserer Gebrechen, mit bedingungsloser Liebe aufzufüllen, heil und ganz zu werden, erhöht außerdem die Resilienz. Denn angreifbar sind wir für Vieles und Verschiedenes nur aufgrund der inneren Versehrtheit. Ganzer zu sein, ist also unter anderem auch gut fürs Immunsystem.

Liebe und tu, was du willst

Was intrasonant zu leben bedeutet, brachte bereits Aurelio Augustinus (354-430) in die Formel „dilige et quid vis fac“ (liebe und tu, was du willst). Leider vergaß er dabei das „bedingungslose“ – und das macht einen Riesenunterschied.

Startposition Corona

Die Coronakrise bringt uns allein schon aufgrund von Physical Distancing in eine ideale Startposition für Intrasonanz, nämlich in einen Fokus auf uns selbst, den wir normalerweise vermeiden. Genau in dieser Zentriertheit lässt sich jedoch hervorragend intrasonant arbeiten.

Bewusstes Kontinuum

Fundierte Informationen und Anleitungen, Intrasonanz zu nutzen, sind vorhanden. Wobei anzumerken ist: Das Ganzwerden durch die bewussste Verbindung mit, Hineinnahme von und Austausch der inneren Versehrtheit durch die aus der vertikalen Ewigkeit stammende, bedingungslose Liebe ist kein Hau-Ruck-Prozess, wie ihn sich viele wünschen („einmal was machen und alles ist gut“). Es ist auch keine „Ewige-Baustellen-Arbeit“. Sondern es ist ein bewusstes Kontinuum, das im täglichen Einander mit anderen Menschen stattfindet, die uns durch ihr Verhalten kontinuierlich triggern, wo es in uns etwas aufzuräumen gibt.

Wer in sich intrasonant aufräumt, zieht andere mit in diese Aufrichtung. Das hat nichts mit Macht, „besser sein“ oder gar „Meister sein“ zu tun, sondern mit Augenhöhe im Wortsinn.

In diesem wünsche ich allseits ein schönes Wochenende.

Eure Ulriqe

PS: Sprachbarke nenne ich es, wenn ich Menschen dabei begleite, Intrasonanz für Themen zu nutzen, für die man lieber jemanden an der Seite hat.

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