Stabilität aus der Vertikalen

Ganz werden, ganz einfach

Die Hälfte seiner Werbung sei für die Mülltonne, sagte Henry Ford. Er wisse nur nicht, welche Hälfte. Auf unser Selbst bezogen hieße das, große Anteile davon sind gar nicht da. Wir wissen nur nicht, welche. Normalerweise stimmt das. Denn für die Seele gibt es keine bildgebenden Verfahren. Wo wir also Selbst abgespalten haben, wissen wir nicht. Wissen wir doch. Denn unser sogenanntes Unterbewusstsein behält sich alles. Wir können es befragen und dann das abgespaltene Selbst zurückholen – mit Intrasonanz. Wir können es auch ohne Befragen zurückholen. So oder so, es geht ganz einfach, und wie häufig bei einfachen Sachen ist die Erklärung dazu ein wenig aufwändiger.

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Stand-neben-by-me

Jedes Mal, wenn wir etwas Traumatisches erleben, spalten wir einen Teil von uns ab. Die Wissenschaft nennt das Dissoziieren. Ich nenne das Seelenanteile verlieren. Lebensenergie kommt abhanden, weil uns etwas Schlimmes passiert.

Was schlimm ist, kann etwas ganz Einfaches sein: Das Zuschlagen einer Tür, während wir als Säugling im Bettchen liegen. Ein Streit mit Freunden. Sich unverstanden fühlen. Außerdem werden Traumata vererbt.

All diese Verluste gleichen wir energetisch aus. Wir fühlen aber auch, dass uns etwas abhanden kam und kommt. Es gibt sogar Redewendungen dafür: Da stand ich neben mir oder Du bist ja nicht mehr ganz dicht!, Nur noch ein Schatten seiner selbst sein. So beschreiben wir das unsichtbare energetische Desaster.

Doch dieser ständige Stand-neben-by-me-Modus schluckt ziemlich viel Energie. Denn dort, wo Seelenanteile fehlen, ist es dunkel. Diese Bereiche müssen umfahren werden. Manchmal sind dort auch schwarze Löcher entstanden, die zu umfahren gefährlich ist, weil man hineingezogen wird und dann am anderen Ende, wenn überhaupt, völlig erschöpft herauskommt, um die Achterbahnfahrt vorbei an den seelischen Löchern erneut aufzunehmen. Und all das ja nicht nur in sich selbst, sondern im Kontakt mit andern auch im Gegenüber mit dessen Fehlstellen.

Irgendwann zeigen unterschiedlichste Symptome, dass etwas fehlt. Spätestens dann heißt es, Energie, Licht, Seelenanteile zurückzuholen. Das Gießkannenprinzip für den Alltag funktioniert so:

Hiermit gebe ich sanft, in Balance und ohne Belastung alles frei, was mich belastet und was jetzt gehen kann und will. Ebenso rufe ich sanft, sicher und in Balance zurück, was ursächlich zu mir gehört, was mir durch was auch immer abhanden kam und was jetzt zu mir zurückkehren kann und will. All das ist sicher für mich, und alle freuen sich. Danke.

Wer die Stärke dieser Formulierung spürt: Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Zurückholen und Loslassen. Wem beim Lesen der Formulierung mulmig wurde: Da zeigt sich die Mächtigkeit der Worte. Und es wird Zeit, sich die Hoheit über die Worte zurückzuholen, die über unser Wohl und Wehe entscheiden.

Seelenanteile zurückzuholen, ist keine Frage großer Rituale. Sondern die pure Konsequenz von Selbstwirksamkeit, -kompetenz und -realisation. Weil genau die aufgrund verlorener Seelenanteile meist ebenfalls abhanden kamen, fällt es oft schwer zu begreifen, wie nah das ist, was ursächlich zu uns gehört. Und dass das, was uns quält, in uns ist, raus möchte und das ja auch symptomreich zeigt.

Wer sich aufmacht, den Stand-neben-by-me-Modus zu verlassen, wird mit ureigener Energie belohnt, versorgt und geschützt, die ohnegleichen ist. Wer beim Zurückholen Begleitung möchte, mit dem gehe ich gern ein Stück des Wegs.

Viel Vergnügen, Licht und jede Menge Aha-Momente wünscht Euch

Eure Ulriqe